Die Führanlage ist schon seit Mitte des 20 Jahrhunderts ein wichtiges Hilfsmittel für Pferdehalter und Züchter. Man hat relativ früh die Vorteile eines regelmäßigen Trainings für Pferde erkannt und genutzt.
Da es in dieser Zeit noch keine Hersteller gab, haben sich viele Bauern und Pferdehalter -aus den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln-, ein Trainingsgerät für Ihre Pferde selbst gebaut.
Heutzutage sind Pferde-Führanlagen ein wesentliches Element auf beinahe allen Höfen und für jede Reitdisziplin. Die Gründe hierfür sind zahlreich. Hierzu gehören u.a. die Bewegung an der frischen Luft, die Erfüllung nach Bewegungsdrang ohne personalintensives Betreuen bzw. Ausreiten des Pferdes, als auch die spezifischen Wirkungen des Trainings für das Pferdewohlbefinden, Kräftigung von Muskeln und Sehnen, physikalische, therapeutische und verletzungspräventive Vorteile.

Führanlagen von Molenkoning können der Gesundheit, der körperlichen Verfassung und dem Wesen Ihrer Pferde nützen. Hufprobleme und Missbildungen des Pferdfußes sind häufige Folgen von unzureichendem Training und Bewegung. Ein Pferd ist es gewohnt ungefähr 16 Stunden am Tag zu spazieren. Sie sind auf diese Bewegung angewiesen und brauchen deutlich mehr als eine Stunde tägliches Training.

Die Vorteile einer Führanlage:

  • Aufwärmen und Cool Down des Pferdes
  • Gleichzeitiges Training von mehreren Pferden
  • Training unter Freiluftbedingungen
  • Verbesserung der Kondition und des Wohlbefindens
  • Rahabilitation von verletzten Pferden

Knochen: Bildung von Abwehrkräften gegen Krebszellen
Rücken: Verbesserte Entwicklung der Rückenmuskeln
Muskeln: Gesunde Muskelzellen durch höhere Blutsättigung, Verzögerung der Seneszenz
Lunge: Zunahme der Blutsättigung und Verbesserung der Sauerstoffversorgung, Eliminierung des Kohlendioxids
Herz: Stärkung der Herzmuskeln, höhere Leistungsfähigkeit, Senkung der Pulsrate und des Blutdrucks, Stärkung des Kreislaufs
Gehirn: Zunahme der Blutsättigung, höhere Aufmerksamkeit und Konzentration
Reflexe: schnellere Reaktionen und Korrekturen von Tritt-Unsicherheit
Darm: spürbare Linderung bzw. Verhinderung und Vorbeugung von Darm-Koliken

Die Molenkoning-Führanlage wird von einem Computer gesteuert, der es dem Pferdecoach erlaubt, diverse bzw. individuelle Trainingsprogramme für jedes Pferd zu programmieren.
So können jederzeit geeignete Trainingssitzungen in Ihrer Intensität angepasst werden.
Hieraus resultieren nachweisbare Vorteile:

Charakter: Tempoausbildung, Pferde können intensiv belastet werden, kommen so an Ihre physischen Belastungsgrenzen
Qualität der Beine: kurze und intensive Stimulationen durch Intervalltraining, Verbesserung des Knochengewebes
Koordination: unterschiedliche Bewegungsfolgen durch Wechsel der Geschwindigkeit
Flexibilität: weniger Steifigkeit
Reflexe eindeutige Verbesserung der Reflexe, daher weniger Verletzungsgefahren

Mit dem häufigen Training Ihres Pferdes, in Kombination mit einer optimalen Ernährung können Sie eine Menge für Ihr Pferd erreichen:

  • Weniger gesundheitliche Probleme
  • Bedeutend weniger Bein- und Hufprobleme
  • Stärkere Muskelentwicklung ( insbesondere Rückenmuskeln)
  • Verbesserte Beweglichkeit, Flexibilität und Reflexe
  • Deutliche Verringerung der Verletzungsanfälligkeit
  • Verringerung von Schwächen und Defekten der Muskelkoordination
  • 60 % Vorbeugung von Osteochondrosis dissecans (Knochenläsion)
  • Verringerung von entzündlichen Gelenkerkrankungen oder Gelenkverschleiß (Arthritis)

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Tipps geben, wie Sie ihre Pferde mit einer Führanlage vertraut machen können.
Bitte beachten Sie, dass dies nur allgemeingültige Ratschläge bzw. Empfehlungen sind und nicht als grundsätzliche Handhabung für jeden Fall gelten können.

Sie sollten bei der Gewöhnung Ihrer Pferde an diese Trainingsmethode immer intensiv und aufmerksam die Reaktion Ihrer Pferde beobachten.
Die Trainingssitzung sollte immer an der körperlichen Verfassung, jedes Ihrer in der Führanlage trainierenden Pferdes, angepasst werden.

Zunächst ist es ratsam, die Stromzufuhr des Schreckstromgerätes auszuschalten bzw. abzudrehen. Das Pferd sollte mit einem Anbinde- bzw. Führstrick in die Führanlage geleitet werden. Eine weitere Person sollte die Steuereinheit bedienen.
Begleiten Sie das Pferd bei langsamer Geschwindigkeitseinstellung des Motors für mindestens zwei Runden und helfen Sie so Ihrem Pferd sich mit der neuen Führanlage, der neuen Trainingsmethode und den Dimensionen der Anlage bzw. Laufbahn vertraut zu machen.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass das Pferd sich gewöhnt hat und sicher fühlt, stoppen Sie die Führanlage und führen Sie nun einen Laufrichtungswechsel durch.
Helfen Sie dem Pferd die Laufrichtung zu ändern, das ist wichtig, und laufen Sie nun mindestens zwei weitere Runden mit dem Pferd in die geänderte Richtung.
Nun empfehlen wir, die Anlage kurz zu stoppen und das Pferd alleine in der Anlage kurz zurück zu lassen.

Bringen Sie nun ein weiteres Pferd, das bereits den Umgang mit der Führanlage gewohnt ist, in die Anlage; lassen Sie dabei möglichst einen Freiraum von einer Laufbox zum ungeübten Pferd und starten Sie die Führanlage wieder.
Das routinierte Pferd wird das ungeübte Pferd normalerweise beruhigen und ihm Sicherheit geben, sich an die Trainingsmethode rasch zu gewöhnen.
Um mögliche Unfälle zu vermeiden, die durch aufgeregte Pferde verursacht werden können, empfehlen wir einen Hengst -zur gleichen Zeit-nur mit einem anderen Hengst oder kastrierten Tieren in der Anlage trainieren zu lassen.

Hufschlagüberdachung für Führanlage mit Rundzaun
In diesem Sinne sollten kastrierte Tiere mit Stuten oder jungen Pferden zusammen trainieren.
Die Trainingssitzungen sollten zu Beginn nicht länger als 30 Minuten dauern und später individuell gesteigert werden.

Wir empfehlen für die Laufbahn und den guten Stand Ihrer Pferde unser Equitrack zu verwenden, um die Pferde vor Bein- bzw. Hufproblemen zu schützen. Dies gilt im Besonderen für das Training mit Pferden ohne Hufe.